Spätsommer, in der wunderschönen Landschaft des Unterengadins. Wir lernen das harte, aber auch idyllische Leben auf der Alp mit Ursli und seinen Eltern kennen. Ursli verbindet eine Freundschaft zu der gleichaltrigen Seraina, die mit ihren Eltern auch im nahe gelegenen Maiensäss übersommert.

Ursli’s besonderer Stolz ist sein junges Zicklein Zila. Als Armon, der wohlhabende Ladenbesitzer des Dorfes, mit seinem Sohn Roman auf der Alp auftaucht, erfahren wir, dass Ursli’s Eltern Geldschulden bei ihm haben. Da der Winter in diesem Jahr früher als erwartet einbricht und bei der Alpabfahrt auch ein Teil der Ernte verloren geht, steht der Familie von Ursli ein Winter voller Entbehrungen bevor und an eine Rückzahlung der Schulden ist nicht zu denken.

Armon nützt die Notsituation der Familie aus, da er seit Jahren ein Auge auf das Maiensäss der Familie geworfen hat. Als er auch noch darauf besteht, dass sein Sohn Roman die Ziege Zila bekommen soll, stürzt für Ursli eine Welt zusammen.

Beim Verteilen der Glocken für den jährlichen Chalandamarz-Umzug erhält Ursli zum Gespött aller auch noch die kleinste Glocke und wird von Roman als „Schellen-Ursli“ gehänselt.

Nun entschliesst er sich, es allen zu zeigen. Er wagt das Unmögliche und macht sich auf, die grosse Glocke, trotz Schnee und Eis, aus dem Maiensäss zu holen. Als sich eine Lawine löst, entdeckt Serainas Vater im Lawinenkegel die Schelle von Ursli und auch sein Halstuch. Es deutet alles darauf hin, dass Ursli von der Lawine verschüttet wurde. Die verzweifelten Eltern und die Dorfbewohner können nicht wissen, dass Ursli bereits wohlbehalten im Maiensäss angekommen und erschöpft eingeschlafen ist.

Inzwischen ist auch im Dorf ruchbar geworden, mit welchen unlauteren Mitteln Armon versucht, Ursli’s Familie in den Ruin zu treiben. Als Ursli am nächsten Tag mit der grossen Glocke aus dem Maiensäss auftaucht, ist die Erleichterung gross. Er darf mit der grössten Glocke den Umzug anführen und Roman muss als Strafe die kleinste Schelle tragen. Der Umzug durch das Dorf wird für Ursli zum Triumph. Er ist zum Helden des Dorfes geworden.

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