Schwärmen für besten Honig

Imker Peter Frehner findet weltweit aussergewöhnlich gute Honige. Und kümmert sich mit seinem Vater im heimischen Thurgauer Garten um die eigenen Hofstaaten – allen Widrigkeiten zum Trotz.

Eigentlich ist ja Mittagsruhe. In Frehners Garten wuselt es trotzdem, als gäbe es kein Morgen: Tausende Bienen bahnen sich ihren Weg aus den Stöcken in die unberührte Natur, kehren mit dick bepackten Hinterbeinen voller oranger Pollen zurück, rasten in der Mittagssonne, begrüssen sich mit aufgeregtem Antennengewackel. Mittendrin im Flugverkehr steht Alex Frehner und grinst zufrieden. Der Ostschweizer ist seit über 60 Jahren Hobby-Imker und hat ein Auge für die kleinen Pelzträger wie kaum ein anderer. «Peter, komm mal. Aus dem Stock hier fliegen sie teilweise sehr schräg heraus. Da müssen wir heute Nachmittag genauer hinschauen.» Sohn Peter wurde das Imkern von Kindesbeinen an vorgelebt, vor 12 Jahren übernahm er die Völker von seinem Vater. «Zu Beginn dachte ich, dass ich es schaffe, vom Imkern leben zu können», erzählt der 39-Jährige. Doch diesen Plan durchkreuzten die Bienenkrankheiten, allen voran die Varroamilbe. Der kleine Parasit macht Imkern wie Bienen das Leben schwer – und sorgt immer wieder für Ausfälle ganzer Völker. Dazu kommen Umweltbedingungen, die das Immunsystem der Bienen angreifen. «Herbizide und Pestizide unterscheiden eben nicht zwischen Bienen und Schädlingen. Und Monokulturen machen es oft unmöglich, das ganze Jahr hindurch genügend Futter zu finden.»

Diese Probleme haben das Imkern verkompliziert, stete Weiterbildungen sind auch für Hobby-Imker ein Muss. Und das sind die meisten in der Schweiz. Gut so, denn während die Bienenhaltung in anderen Ländern fast schon zur Massentierhaltung zählt, sind leidenschaftliche Hobby-Imker natürlich mit besonders viel Liebe am Werk. Die Gefahr ist dabei nur, dass der Fokus zu sehr auf dem Honig liegt – und zu wenig darauf, ihn nachher zu verkaufen. «Letzte Woche hat mich ein guter Freund angerufen. Er hat 80 Bienenvölker, das sind im Sommer schnell 4.8 Millionen Bienen. Daran hat er Freude, aber die Hunderte Kilo Honig in seinem Keller machen ihm Kopfzerbrechen», erzählt Peter Frehner. Genau aus diesem Grund hat er www.honig.ch ins Leben gerufen. Frehner vertreibt damit nicht nur seine eigenen Honige aus der Schweiz und der ganzen Welt, er entwickelt auch neue Produkte wie eigenen Honigwein und Trüffel-Honig-Mischungen – und er stellt anderen Imkern Abfüllung, Produktdesign und das Vertriebsnetz zur Verfügung, wenn sie seinen strengen Kriterien entsprechen.

«Ich muss wissen, woher der Honig stammt und wie die Menschen dort mit ihm umgehen. Deshalb kenne ich alle meine Lieferanten persönlich – von Kolumbien über Mexiko bis ins Zürcher Oberland.» Besonders wichtig ist ihm dabei, dass jeder Honig unverfälscht bleibt. Deshalb wird nichts gemischt, nichts homogenisiert. «Jeder Honig hat seinen ganz eigenen Fingerabdruck, eine Kombination aus dem Erntezeitpunkt und der Region.» Das macht jedes Glas Frehner-Honig zu einem echten Unikat. Und den Genuss damit sprichwörtlich einmalig.

Gut zu wissen: Viele SPAR Supermärkte verkaufen Bienenhonige aus der Region. Frehners Honig erhalten Sie in den Filialen Bürglen, Frauenfeld, Kreuzlingen, Speicher und Teufen.

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