Interview mit Martin Albertsen – Schweizer Handball-Nationaltrainer Frauen

«Wir sind heute näher an der Spitze als vor zwei Jahren»

Anstelle der wegen Corona verschobenen WM-Qualifikation bestritt die Schweizer Frauen-Nationalmannschaft im Dezember in Schaffhausen einen achttägigen Trainingslehrgang. Im Interview mit dem SPAR Magazin spricht Trainer Martin Albertsen über die gewonnenen Erkenntnisse, aber auch über die Handballakademie OYM (On Your Marks = auf die Plätze) in Cham und die Zukunft des Nationalteams.

Martin Albertsen, in Schaffhausen absolvierten Sie mit der Mannschaft einen Lehrgang der besonderen Art. Wie lautet Ihr Fazit nach diesen acht Tagen?
Es waren schon sehr spezielle Verhältnisse, bewegten wir uns doch in einer eigentlichen Bubble. Doch dies war auch ein idealer Moment, um uns wieder zusammenzufinden. Das letzte Mal, als wir uns trafen, ist doch schon eine Weile her. Wichtig war zudem, dass neben den erfahrenen Spielerinnen, die vorwiegend im Ausland engagiert sind, noch diverse junge Akteure, die ich in der Akademie ausbilde, dabei waren. Wir hatten eine super Stimmung, arbeiteten zudem intensiv im technisch-taktischen Bereich und auch an der Strategie.

Stichwort Akademie: Wie läuft es aktuell im OYM?
Wir sind froh, dass wir von Montag bis Freitag mit 16 Spielerinnen trainieren können. Die seit August gemachten Fortschritte sind denn auch augenfällig. Da wir uns in einer isolierten Welt befinden und die geplanten Stützpunkttrainings wegen Corona ausfallen, ist dieses Gefäss umso wichtiger. Mit Blick auf 2024 befinden wir uns hier auf gutem Weg.

2024 findet die EM in Ungarn, Österreich und in der Schweiz statt. Wagen Sie bereits einen Blick auf diese Titelkämpfe im eigenen Land?
Klar, der Weg dorthin ist noch weit. Aber wir nehmen beim Projekt 2024 Schritt für Schritt. Und ich bin überzeugt, dass wir nicht nur als Gastgeber überzeugen werden, sondern auch sportlich eine gute Rolle spielen.

Kommen wir zurück in die unmittelbare Gegenwart. Welchen Eindruck hatten Sie von der EM, die im Dezember in Dänemark stattfand?
Das waren sehr besondere Titelkämpfe, so ohne Zuschauer. Man fühlte sich in einer anderen Welt. Wobei die Spielerinnen dann selber viel Stimmung in der Halle brachten. Wenn ich das Niveau betrachte, bin ich überzeugt, dass wir heute näher bei der Spitze sind als noch vor zwei Jahren.

Bald findet die verschobene EM-Qualifikation statt. Was erwarten Sie von den Spielen gegen Belarus und die Färöerinseln?
Wir wollen uns für die EM-Play-offs qualifizieren. Das Ziel sind also Platz eins oder zwei und danach die Siege an den EM-Play-off-Spielen. Dafür geben wir alles!


Vorzugsangebot

HANDBALLWORLD und SPAR offerieren Ihnen das HANDBALLWORLD-Jahresabo für nur 29 Franken (statt CHF 49.–).

Senden Sie uns einfach eine E-Mail an verlag@handballworld.com mit dem Stichwort «SPAR» und Ihren kompletten Adressangaben.

Gewinnen Sie 20 Franken

Dazu verlosen wir unter allen Abo-Bestelleingängen 20 SPAR Geschenkgutscheine im Wert von je 20 Franken. Viel Glück!

Bleiben Sie am Ball mit dem HANDBALLWORLD Newsletter. Jetzt kostenlos abonnieren unter www.handballworld.com/newsletter. Weitere Infos zur Schweizer Nationalmannschaft finden Sie auch unter handball.ch.


mehr themen

Das Geheimnis farbiger Eier

Es gibt Dinge in unserem Alltag, die uns absolut normal vorkommen, bei näherer Betrachtung aber reichlich seltsam sind. Warum zum Beispiel werden Eier gefärbt?
weiterlesen»

Osternest mal anders

Der Osterhase setzt üblicherweise auf Tradition und glänzt bei seinen Nest-Kreationen nicht grad mit besonders viel Kreativität...
weiterlesen»

Harte Schale, leckerer Kern

Es ist das Symbol der Fruchtbarkeit und eine sehr beliebte Speise auf Schweizer Tellern
weiterlesen»
Banner