Zu Besuch bei den Freilandrindern

Kuhle Familie: Nino, Kilian und Svenja mit Papa Werner

Wir haben das Paradies gefunden. Es liegt in Teufen auf fast 1000 Metern, bietet das frischeste All-you-can-eat-Buffet der Welt und nimmt einem mit seinem Ausblick den Atem. Die Krux dabei: Es ist für Weiderinder reserviert.

«Noch sind sie alle ganz ruhig. Doch wartet nur, bis wir das Gatter zur unteren Weide aufmachen. » Werner Nef lächelt. Sohn Nino öffnet den Durchgang und die gut 30 Rinder lassen sich nicht lange bitten: Mit Elan und Leichtfüssigkeit, die man den über 400 Kilogramm schweren Tieren niemals zutrauen würde, springen und tollen sie bergab, hüpfen einander in die Spur und senken immer wieder die Köpfe, um vom morgenfrischen Gras zu kosten. So muss es auch früher gewesen sein, als die Kuh noch nicht domestiziert war. Und genau das ist der Punkt bei der Weiderind-Haltung.

Die Win-Win-Win-Win-Situation

Nefs Weiderinder werden so naturnah wie nur möglich aufgezogen. So sind sie beispielsweise ein ganzes Jahr lang bei der Mutter und verbringen mit ihr auch einen Sommer auf der Alp im St. Galler Calfaisental. «Viel Bewegung, Gras und Platz – das ist uns besonders wichtig», erklärt der Bauer. Dem Tierwohl verpflichtet bietet die Weiderindhaltung zudem noch weitere Vorteile. Etwa die Pflege jener immensen Schweizer Landesfläche, die für Ackerbau nicht geeignet ist. Die Unterstützung der Biodiversität dank IP-Suisse-Siegel. Und am Ende hochwertigeres Fleisch, weil es dank viel Bewegung und artgerechtem Futter weniger Fett und mehr gesunde Inhaltsstoffe enthält. «Diese Art der Tierhaltung ist für mich die einzig logische», schliesst Werner Nef mit einem entschiedenen Kopfnicken. Da kann man nur beipflichten.

Gut zu wissen: Schauen Sie bei SPAR auf das Label «Freilandrind». Diese Produkte bestehen zu 100% aus Weiderindern aus der Nachbarschaft.

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