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Die Schweiz zählt in puncto Weinkonsum zu den führenden Nationen. Allerdings werden ausländische Weine klar bevorzugt, was doch erstaunt. Denn Schweizer Produkte erfahren generell eine hohe Wertschätzung. Zudem garantieren Schweizer Weine höchste Qualität und bieten eine derartige Vielfalt, dass für jeden Gaumen und jedes Portemonnaie der passende Tropfen dabei sein sollte. Höchste Zeit also, um den Schweizer Weinen die gebührende Beachtung zu verleihen.

Die Geschichte des Schweizer Weins in drei Schritten

Die Legionen Julius Caesars schlugen 58 v. Chr. die Helvetier und brachten als Besatzer ihre Gebräuche und Sitten mit – so auch Wein und Rebe. Es folgten zwei Jahrtausende der Weinkultivierung  bis hin zur Einführung der kontrollierten Herkunftsbezeichnung (AOC) im Jahre 1988. Den önologischen Ritterschlag erteilte die UNESCO der Schweiz dann 2007, indem die Weinbergterrassen von Lavaux in das Weltkulturerbe der Menschheit aufgenommen wurden.

Faszinierende Vielfalt zwischen Genfer- und Bodensee

Wer sich im Restaurant oder bei SPAR für einen Schweizer Wein entscheidet, gönnt sich einen Tropfen, der den ausländischen Weinen durchaus Paroli bieten kann. «Klasse statt Masse» lautet die Devise! Und tatsächlich: Die Schweiz ist von wahren Goliaths umgeben. Im Vergleich zu Frankreich mit 790¡000 und Italien mit 650¡000 Hektaren spielt die Schweiz beim Weinbau mit gerade einmal 15¡000 Hektaren unweigerlich den David. Aber der vermeintlich chancenlose Zwerg präsentiert sich abwechslungsreich und spannend. Wobei jedes der sechs Anbaugebiete – Wallis, Waadt, Deutschschweiz, Genf, Tessin und Drei-Seen-Region – seine eigene Identität besitzt. Das macht die Wahl für die Konsumenten zwar unübersichtlich, bringt andererseits aber hervorragende Weinspezialitäten hervor.

Nationaler Weinkonsum: Schweizer Weine versus ausländische Weine

Schweizer Winzer zählen auf den einheimischen Markt

In der Schweiz werden jährlich 249 Mio. Liter Wein konsumiert, aber nur 87 Mio. Liter stammen aus der Schweiz. Zudem nimmt hierzulande der Weinkonsum sowohl bei Schweizer als auch bei ausländischen Weinen kontinuierlich ab. Da obendrein nur zwei Prozent der Schweizer Weine in den Export gehen, ist für die über 7‘000 hauptberuflichen Winzer und deren Mitarbeitende der Absatz im Inland entscheidend.

Schweizer Qualität: 62 AOC-Weine aus 6 Anbauregionen

Definition AOC: Appellation d’Origine Contrôlée

  • Die Herstellung muss durchgängig auf traditionelle Weise erfolgen.
  • Die Zutaten müssen aus einem bestimmten geografischen Raum stammen und das Produkt muss in dieser Region hergestellt werden und zumindest teilweise gereift sein.
  • Die Eigenschaften des Erzeugnisses müssen annähernd gleichbleibend sein und klar definierten Qualitätsstandards entsprechen.
  • Die Herstellung wird streng überwacht und reguliert durch eine Kontrollkommission, die AOC-Standards zugrunde legt und selber einhält.

Die Patchwork-Familien der Schweizer Rebsorten

In der Schweiz finden sich aufgrund der allgegenwärtigen Alpen gerade einmal 15 000 Hektar Rebfläche. Darauf gedeihen 252 unterschiedliche Rebsorten und damit eine Vielfalt wie sonst nirgendwo.

Fachleute sprechen von mehr als 5 000 unterschiedlichen Rebsorten weltweit. In der Schweiz, auf die gerade einmal 0,2 Prozent des globalen Weinanbaugebiets entfallen, sind 252 Rebsorten bekannt. Von diesen wiederum ist fast die Hälfte in einer kantonalen AOC registriert. Um das Tohuwabohu der vielen Rebsorten zu ordnen, hat Swiss Wine die Schweizer Rebsorten in drei Familien unterteilt: «Einheimisch», «Importiert» und «Kreiert».

Genuss für jeden Geschmack und Geldbeutel

Der Schweizer Wein kann mit Fug und Recht einige Alleinstellungsmerkmale für sich verbuchen. Rebsortenvielfalt, einmaliges Terroir, mikroklimatische Bedingungen, biologische Schädlingsbekämpfung und die nachhaltige Arbeit der Weinbauern machen den Schweizer Wein zu einem prämierten Spitzenprodukt. Um dies zu erkennen, muss man den Schweizer Weinen allerdings auch eine Chance geben – sie degustieren, in Restaurants bestellen und in den Einkaufswagen legen. Schauen Sie beim nächsten Besuch in Ihrem SPAR Supermarkt einmal ganz bewusst nach Schweizer Weinen. Sie werden von der Breite des Sortiments und vom attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis begeistert sein.

Einheimische Rebsorten

Es gibt traditionelle Rebsorten, die mit der Schweiz aufs Tiefste verwurzelt sind und sich nur hier finden. Mit Ausnahme des Anbau-Spitzenreiters Chasselas sind die einheimischen Spezialitäten zudem immer einem bestimmten Kanton zugeordnet.

Einige Vertreter: Chasselas, Räuschling, Completer, Bondola, Cornalin, Petite Arvine, Humagne Rouge, Humagne Blanche, Amign

Importierte Rebsorten

Zahlreiche weltweit bekannte Rebsorten wurden nach der Mehltau- und Reblauskrise im ausklingenden 19. Jahrhundert in der Schweiz neu angepflanzt. Viele von ihnen blühten in ihrer neuen Heimat richtig auf und nehmen heute einen Grossteil der Schweizer Rebflächen ein.

Einige Vertreter: Gamay, Pinot Noir, Merlot, Syrah, Cabernet Franc, Silvaner, Chardonnay, Savagnin Blanc, Pinot Gris, Sauvignon Blanc

Kreierte Rebsorten

Die von Menschenhand geschaffenen Kreuzungen bestehen aus zwei Sorten der Vitis vinifera. Diese Neuschöpfungen zeichnen sich durch mehr Tannine, intensivere Farbe, eine dem Konsumentengeschmack angepasste Aromatik und eine hohe Resistenz gegenüber Pilzkrankheiten aus.

Einige Vertreter: Gameret, Riesling-Silvaner, Garanoir, Divona, Diolinoir, Doral et Charmont, Gallota, Cabernet Jura, Carminoir & Cie, Divic

Die favorisierten Rebsorten in der Schweiz

Die Schweizer Winzer fühlen sich der Natur verbunden

Wer sich auf Gedeih und Verderb der Natur anvertraut, entwickelt ein waches Auge für die Freunde und Feinde der umsorgten Reben.

Als Paradebeispiel für ökologische Schädlingsbekämpfung gilt der «integrierte Pflanzenschutz» im Schweizer Weinbau. Seit den 70er-Jahren setzen die hiesigen Weinbauern natürlich vorkommende Raubmilben ein, um Parasiten ohne den Einsatz von chemischen Substanzen in Schach zu halten. Ebenso vorbildlich ist das seit 25 Jahren so effiziente wie umweltfreundliche System der «sexuellen Verwirrung» bei der Bekämpfung des schädlichen Traubenwicklers.

Ausbalanciertes Gleichgewicht der Nütz- und Schädlinge

Der Ohrenkneifer ist ebenfalls ein wertvoller Mitbewohner im Weinberg. Diese Insekten fressen die Eier, Raupen und Puppen zweier schmarotzender Schmetterlingsarten. Ambivalent ist das Verhältnis der Winzer zur Wespe. Einerseits stechen diese Löcher in reife Beeren und begünstigen so die Grau- und Essigfäule. Andererseits dienen ihre Mägen den wichtigen Hefen als Winterquartier. Der Dachs gilt als diskreter Beeren- Räuber, weil er keinerlei Spuren hinterlässt. Dies wiederum kann man vom Wildschwein nicht behaupten. Der Todfeind der Winzer verursacht jedes Jahr beträchtliche Schäden in den Schweizer Weinbergen.

Drei anerkannte Labels bestätigen die hohe Qualität der Schweizer Weine.

Als Pioniere der biologischen Schädlingsbekämpfung arbeiten die meisten Schweizer Winzer nach den Grundsätzen der integrierten Landwirtschaft.

  • VINATURA - Das Label des Verbandes Vitiswiss garantiert, dass der Bewirtschafter die grundlegenden Anforderungen für einen nachhaltigen Weinbau einhält. www.vinatura.ch
  • KNOSPE - Das Label von Bio Suisse garantiert eine Produktion ohne synthetische Pestizide und ohne den Einsatz chemischer Düngemittel. 2018 waren knapp fünf Prozent des Schweizer Weinbaugebietes bio-zertifiziert oder befanden sich in der Umstellung. www.bio-suisse.ch
  • DEMETER - Das Label des biodynamischen Landbaus setzt voraus, dass der Bewirtschafter zuvor die Anforderungen des Bio-Landbaus einhält. www.demeter.ch

Ökologische Ausrichtung und Nachhaltigkeit haben ihren Preis

Im Gegensatz zur Schweiz und zu Deutschland werden in etlichen Ländern synthetische Insektizide zur Bekämpfung der Schädlinge eingesetzt. Die Verwendung dieser Chemikalien ermöglicht eine Bewirtschaftung mit deutlich dünnerer Personaldecke und damit einen Kostenvorteil im internationalen Wettbewerb. Im Umkehrschluss liegt in der klaren Bekenntnis der Schweizer Winzer zu ökologischem Anbau und Nachhaltigkeit einer der Gründe, weshalb Schweizer Weine erst ab einem gewissen Preisniveau zu haben sind.

Der Klimawandel wird an den Rebsorten nicht spurlos vorbeigehen

Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass einem nördlichen Weinland wie der Schweiz ein wenig mehr Sonne und eine höhere Durchschnittstemperatur nur Vorteile bringen. Fruchtzucker- und Alkoholgehalt steigen mit der Sonnenstundenzahl. Allerdings verändert  sich dadurch auch der Charakter eines Weines, was den jeweiligen Anhängern nicht zwingend schmecken muss. Zudem ist noch völlig unklar, wie die alteingesessenen Rebsorten auf die Klimaveränderung reagieren und ob es in Zukunft in der Schweiz vielleicht ganz andere Rebsorten und damit andere Weine geben wird.

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