Vom Foodtrend zum Evergreen

Für eine ausgewogene Ernährung muss man nicht alles in eine Waagschale werfen. Aber man kann! Auf Neudeutsch heisst das dann «Bowl». Die trendy Schüsseln können je nach Geschmack zubereitet werden und sind immer bunt, superlecker und vor allem gesund. Hier stellen wir Ihnen die Hintergründe zu drei verschiedenen Bowltypen vor. In einem weiteren Beitrag in dieser Ausgabe schenken wir die Aufmerksamkeit den Steam Bowls von Noona. Diese sind neu in jedem SPAR Supermarkt erhältlich. Lassen Sie sich inspirieren!

Das Prinzip der farbenfrohen Gaumenfreuden ist immer gleich und so einfach wie genial: Die feinen und frischen Zutaten werden kunstvoll drapiert oder wild durcheinander in eine S chüssel gegeben, mit Dressing oder Toppings verfeinert und direkt aus der Schale genossen. Ob zum Frühstück, Lunch oder Abendessen, ob warm oder kalt, süss oder salzig, fleischhaltig oder vegan. Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Make your own

Das Geniale an den Bowls ist, dass Sie mit den richtigen Zutaten in einer einzigen Schüssel eine vollwertige und ausgewogene Mahlzeit zaubern können. Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf und probieren Sie es aus.

Fette
Fisch, Avocados, Nüsse, Körner und Samen sowie native Pflanzenöle sind reich an gesunden Fetten, sprich ungesättigten Fettsäuren.

Vitamine
Frische, rohe Früchte sowie Gemüse wie Rüebli, Peperoni, Tomaten und Co. strotzen nur so von wertvollen Vitaminen und Mineralstoffen. Unser Tipp: Setzen Sie möglichst Rohkost ein, um das Maximum an Vitalstoffen zu erhalten. Ansonsten empfehlen wir Dampfgaren als schonendste Methode zur Zubereitung Ihrer Gemüse.

Proteine
Hülsenfrüchte, Quinoa sowie Sojaprodukte wie Tofu liefern Ihnen reichlich Proteine nicht tierischen Ursprungs.

Toppings und Dressing
Das Dressing lenkt Ihre Bowl in die gewünschte Geschmacksrichtung. Hier können Sie nach Lust und Laune experimentieren. Und mit Sprossen, Körnern, Saucen oder frischen Kräutern geben Sie Ihrem Kunstwerk optisch wie geschmacklich den letzten Schliff.

Kohlenhydrate
Komplexe Kohlenhydrate, die lange satt machen, finden Sie zum B eispiel in Vollkornnudeln, Reis, Süsskartoffeln, Getreide wie Couscous, Bulgur oder Hirse sowie in Pseudogetreiden wie Quinoa.

Poke Bowl

Unsere erste Bowl stammt aus Hawaii. Hier vermischten sich über Jahrzehnte die lokalen Essgewohnheiten mit den Einflüssen japanischer Gastarbeiterinnen und -arbeiter. Aus den beiden Küchen entwickelte sich so bereits in den 1970er Jahren das heutige Nationalgericht: Ahi Poke. «Ahi» ist hawaiianisch für Thunfisch und «Poke» heisst so viel wie «in Stücke schneiden». Somit wäre auch die ursprüngliche Hauptzutat der Poke Bowl geklärt: roher und in mundgerechte Würfel geschnittener Thunfisch. Traditionell wird der Fisch mit Sojasauce, Sesamöl und diversen Gewürzen mariniert. Statt «Ahi» verwendet man heute auch häufig Lachs oder andere Meerestiere wie Tintenfisch oder Crevetten. Und je nach Geschmack gekocht oder angebraten. Der Salat lässt sich dann nach Belieben ausschmücken: zum Beispiel mit Reis, Sesamkörnern, frischem Ingwer, Frühlingszwiebeln, Avocado, Algen, knackigem Gemüse, einem Spritzer Limettensaft  mit allem, was das Herz begehrt. Eine köstliche Schüssel voll gesunder Fette, Proteine und Vitamine.

Buddha Bowl

Um die Namensherkunft ranken sich viele Legenden. Manche sagen, die prall gefüllten Schalen erinnern an den dicken Bauch des als «lachender Buddha» bekannten chinesischen Mönchs Budai. Andere führen den Namen auf Buddhas Zeit als Bettelmönch zurück, dessen Schale am Ende des Tages mit den verschiedensten Essensgaben gefüllt war. Am wahrscheinlichsten entspringen die Buddha Bowls jedoch dem Zen Buddhismus. Bei einem meditativen Essritual wird nach festgelegten Abläufen und bei absolutem Schweigen gegessen: massvoller und bewusster Genuss, der das Gleichgewicht zwischen Körper und Geist fördert. Achtsamkeit und Ausgewogenheit widerspiegeln sich dann auch in den Zutaten der Buddha Bowls, die sich nach Lust und Laune aus den wichtigsten Ernährungsbausteinen zusammensetzen lassen. Haufenweise Inspiration zu Protein, Vitamin, Kohlenhydrat und gesunden Fettquellen finden Sie beispielsweise im saisonalen Kalender. Zudem sind die rein vegetarischen und kalt servierten Wunderschüsseln die perfekte Art zur Verwertung der Reste aus dem Kühlschrank oder Sie hören ganz einfach auf Ihr Bauchgefühl.

Smoothie Bowl

Smoothies bringen Foodblogger und Gesundheitsgurus schon seit Jahren zum Schwärmen. Wie bei den Bowls kann man damit kreativ sein, sie sind farbenfroh und abwechslungsreich, versorgen den Körper mit Vitalstoffen und schmecken köstlich! Es war also nur eine Frage der Zeit, bis die beiden zu einem einzigartigen Geschmackserlebnis verschmelzen. So geschehen in New York und Los Angeles der 2010er Jahre: Die Smoothie Bowl hat ihre Wurzeln in der Lifestyle-Philosophie des «Clean Eating», die möglichst auf die industrielle Verarbeitung von Lebensmitteln verzichtet. Gesund und vollwertig sind Smoothies und Bowls allemal. Weil deren Verschmelzung jedoch löffel- statt trinkbar sein sollte, ist die Smoothie Bowl etwas dickflüssiger als der herkömmliche Smoothie. Diese cremige Konsistenz erreichen Sie am besten mit gefrorenen Beeren bzw. Früchten sowie etwas Joghurt oder Quark. Die bindende Wirkung von Chiasamen oder Getreideflocken ist ebenfalls ein guter Trick, der Ihre Smoothie Bowl um zusätzliche Energielieferanten ergänzt. Zur Vollendung Ihrer Kreation garnieren Sie die Bowl mit Körnern, Beeren und frischen Früchten. Traumhaft!

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