Neue Handball-Akademie Frauen peilt Weltniveau an

Im Sommer 2020 eröffnet in Cham das Nationale Leistungszentrum für Handball.

Das OYM Kompetenzzentrum für Spitzenathletik und Forschung wird ab 2020 die neue Heimat von bis zu 16 hochtalentierten und ambitionierten Nachwuchshandballspielerinnen im Alter von 15 bis 20 Jahren sein. Im OYM, was «On Your Marks» und soviel wie «auf die Plätze» bedeutet, stehen für die Besten der Besten eine Top-Infrastruktur, ideale Trainingsbedingungen und Leistungstests auf absolutem Weltstandard bereit. «Es gibt kein vergleichbares Sportzentrum in der Schweiz und folglich keine bessere Adresse, um eine internationale Karriere zu starten», sagt die ehemalige Nationalspielerin Karin Weigelt* (35), Projektleiterin der neuen Handball-Akademie Frauen.

Sport und Ausbildung laufen parallel

Die Kombination aus Athletik-, Technik- und Handballtraining mit Leistungsdiagnostik, Physiotherapie, Menaltraining und Ernährungsberatung unter einem Dach garantiert höchste Qualität. Zudem ergänzt die integrierte Sportschule OYM College eine ganzheitliche Spitzensportentwicklung. Sportbegleitend kann eine KV-Lehre oder die Matura mit Schwerpunkt Wirtschaft und Recht im Kompetenzzentrum OYM abgeschlossen werden. Dieses duale System stellt sicher, dass auch die berufliche Ausbildung der Spielerinnen auf sehr hohem Niveau erfolgt und die Eltern die sportliche und berufliche Entwicklung gewährleistet sehen.

*Karin Weigelt hat bis vor wenigen Monaten in der Schweizer Nationalmannschaft sowie 11 Jahre lang als Handball- Profi in den höchsten Ligen in Deutschland, Norwegen und Frankreich gespielt.

Wer sich für den Fortschritt des Projektes interessiert , kann sich via karin.weigelt@handball.ch gerne für den E-Mail- Newsletter der «Handall-Akademie Frauen» anmelden.

Karin Weigelt im Dialog

Welche sportlichen Ziele verfolgt die Handball-Akademie Frauen? Im Nationalen Leistungszentrum in Cham setzen wir auf die vier besten Spielerinnen pro Jahrgang. Der SHV will die Schweizer Nationalmannschaft damit an die erweiterte Weltspitze heranführen und regelmässig an Grossanlässen, wie Welt- und Europameisterschaft oder Olympischen Spielen, teilnehmen. Zudem stärken wir mit der Akademie automatisch die Schweizer Liga, da die Akademie-Spielerinnen weiterhin bei ihren Vereinen spielen und erhöhen die Attraktivität der gesamten Sportart.

Inwiefern werden die Vereine eingebunden?
Es ist wichtig, dass wir von allen Seiten Unterstützung erhalten. Eine enge Zusammenarbeit mit den Vereinen ist besonders wichtig. Die Spielerinnen werden von Montag bis Freitagmittag im OYM Kompetenzzentrum in Cham unter professionellen Bedingungen trainieren, besuchen am Freitagabend das Abschlusstraining des eigenen Vereins und spielen am Wochenende auch für diesen in der nationalen Meisterschaft. Ein enger Austausch mit den Vereinstrainern ist deshalb sehr wichtig.

Wird bei dem intensiven Training speziell auf die Ernährung geachtet?
Eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung ist Teil des Konzepts. Die Ernährung muss dem jugendlichen Alter, den hohen athletischen Anforderungen sowie dem Trainings- und Spielplan angepasst werden. Leistungssportler haben im Vergleich zur Durchschnittsbevölkerung einen deutlich höheren Energiebedarf und benötigen mehr Makronährstoffe – also Kohlenhydrate, Proteine und gesunde Fette. Ernährungsberatung ist ein Teil unserer umfassenden Athletenentwicklung.

Wie finanziert sich die Handball- Akademie Frauen?
Die Handball-Akademie ist als GmbH organisiert und hat unterschiedliche Einnahmequellen. Ein Teil wird durch den SHV abgedeckt, ein weiterer Teil wird durch Sponsoren und Gönnerbeiträge finanziert. Durch die neuen Strukturen als nationales Leistungszentrum entstehen zudem Möglichkeiten, von der Swiss-Olympic- Nachwuchsförderung, von J+S und weiteren Institutionen zu profitieren. Ein Selbstanteil bleibt dennoch für jede Athletin übrig.

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