Warum essen wir Schoggihasen?

Der erste Vollmond im Frühling bestimmt bis heute das Datum des Osterfests. Die Zeit der Sonnenwende hat die Menschen aber schon vor dem Christentum zum Feiern angeregt. Auch Nahrungsmittel wie Eier oder Symbole wie der Hase und das Lamm begleiten seit vielen Jahrhunderten die Menschen zu dieser Jahreszeit. Wir suchen ihren Ursprung und unterbreiten ein paar Ideen, wie sie auch im Jahr 2022 an Ostern eine Rolle spielen können.

In der christlichen Kultur wird Ostern gefeiert, weil Jesus Christus am Karfreitag gekreuzigt und beerdigt wurde, bevor er am Ostersonntag wiederauferstanden ist. Das Geschenk Gottes – seinen Sohn für die Erlösung der Menschen zu opfern – wurde an Ostern für die Gläubigen endlich sichtbar. Ostern ist somit bis heute einer der wichtigsten Feiertage in der christlichen Kultur. Tod und Auferstehung Jesu werden in der Bibel dem Zeitpunkt der Pessach-­Woche zugeschrieben, einem heiligen Fest im jüdischen Glauben, dessen Durchführung sich nach dem ersten Vollmond im Frühling richtet. Deshalb bestimmt auch bis heute der Mond, wann Ostern gefeiert wird.

Der Name für Ostern wird in vielen europäischen Sprachen vom Pessach-­Fest (auch Passa, Passah oder Pascha) abgleitet. Z. B. Spanisch: pascua, Niederländisch: pasen, Italienisch: pasqua, Finnisch: pääsiäinen, Russisch: pascha oder Isländisch: páskar. Zur Herkunft des deutschen Namens Ostern gibt es keine wissenschaftliche Erklärung, aber eine schöne Legende: «Ostern» könnte von der germanischen Frühlingsgöttin und dem gleichnamigen Frühlingsfest «Ostara» abgeleitet worden sein. Am Anfang aller Zeiten soll die Göttin Ostara das Weltenei geboren haben. Sie wärmte es zwischen ihren Brüsten und brütete es viele tausend Jahre aus. Kurz vor dem Schlüpfen wurde das Ei von Ostara ins Universum gelegt. Dort sprang die Schale auf und herausfiel die ganze Welt: Erde und Wasser, Tiere und Pflanzen. Und aus dem Dotter wurde die Sonne. Und damit die Menschen sich immer an ihr immenses Werk erinnern, werden die ältesten Tierarten der Welt bis heute aus Eiern geboren. Als enger Begleiter von Ostara wird zudem oft der Hase erwähnt, er gilt als Bote ihrer Fruchtbarkeit.

Osterhase

Der Hase ist ein Tier mit starker Symbolik. Seit Jahrhunderten gilt er als Fruchtbarkeitsymbol, denn er ist eines der ersten Tiere, welches im Frühling Junge bekommt und dies in grosser Zahl. Deshalb hat er auch den Job als Bote der germanischen Frühlings­ und Fruchtbarkeitsgöttin Ostara erhalten. Die Aufgabe, Eier zu bemalen und zu verstecken, fiel ihm allerdings erst später im 17. Jahrhundert und nur in gewissen Regionen Deutschlands zu; andere Tiere wie Störche, Hühner, Füchse und Kuckucke machten ihm den Job damals noch streitig. Heute dominiert der Hase klar die Regale mit den Ostertieren aus Schokolade. Nur in Australien wurde er abgelöst von einem einheimischen, ähnlich aussehenden Tierchen: Da in Australien Hasen und Kaninchen als von Europa eingeschleppte Plage gelten, werden dort Kaninchennasenbeutler – kurz Bilby genannt – an Ostern verehrt. Darum wird Downunder der Osterbilby in Schokolade gegossen und soll genauso gut schmecken wie Schoggi in Hasenform.

Ostereier

Bereits im alten Ägypten wurden Eier bemalt und in Grabstätten platziert. Auch die antiken Griechen sollen rote Eier als Symbol für die Lebenskraft der Natur geschätzt und untereinander im Frühling verschenkt haben. Diese vorchristliche Tradition hat als religiöser Volksbrauch die Zeiten überdauert, aber die Bedeutung hat sich verändert: rot gefärbte Eier symbolisieren bis heute für die griechischorthodoxe Kirche das Blut Christi. Der Brauch, Ostereier zu verstecken und zu suchen, entstand vermutlich erst im 17. Jahrhundert (siehe Osterhase) und ist somit eine noch recht junge Tradition. Bis heute macht es aber vielen Kindern grossen Spass, am Ostersonntag das Osternest mit den Ostereiern zuhause im Garten zu suchen.

Osterlamm

Als die 10. Plage alle Erstgeborenen sterben liess, hiess Gott sein Volk ein Lamm zu schlachten und die Haustüre mit dessen Blut zu zeichnen; so wurde der älteste Sohn verschont. Nach diesem Ereignis konnten die Juden aus Ägypten fliehen und sich von der Sklaverei befreien. Zum Gedenken daran wurde fortan das Pessach-­Fest gefeiert, zu dem damals das Opfern und Essen von Lämmern gehörte. Jesus wurde zum Zeitpunkt des Pessach-Festes getötet; er opferte sich stellvertretend für die Menschen und wurde ab da als «Lamm Gottes» bezeichnet, das die Sünde der Welt hinwegnimmt und die Erlösung bringt.

Das traditionelle Osterlamm ist für die griechischorthodoxe Kirche immer noch bedeutend, darum wird an Ostern gerne Lammfleisch gegessen. Hierzulande ist der religiöse Ursprung weniger präsent und man findet das Lamm vor allem in Form von Kuchen, Brot oder Schokolade.

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