Der Duft von Weihnachten

Lebkuchen, Glühwein, Anis-Chräbbeli, Vanille-Gipfeli und mit Näggeli gespickte Orangen erinnern uns umgehend an die Adventszeit und die Festtage. All diese Köstlichkeiten enthalten exotische Geschmäcker, welche uns die typischen Weihnachtsgerüche bescheren. Die Gewürze verdienen eine genauere Betrachtung und vielleicht findet dann die eine oder andere Ingredienz auch nach Weihnachten eine dominante Verwendung im Kochtopf.

Der Ursprung

Der Ursprung der Verwendung all dieser Gewürze in unseren Gefilden lässt sich in der christlichen Religion finden: Vorweihnachtszeit war Fastenzeit. 40 Tage vor dem 25. Dezember wurde auf Fleisch, Milchprodukte und Eier verzichtet. Damit das Essen trotzdem Freude bereitete, wurden die Speisen stark gewürzt, sehr beliebt waren kostbare, seltene Zutaten, die ein einfaches Essen in eine besondere Mahlzeit verwandeln konnten. Vor allem die kirchlichen Institutionen konnten sich diese teuren, fremdländischen Gewürze leisten. Die Klöster prägten die Bevölkerung und hatten eine Vorreiterrolle. Auch darin, was der breiten Masse schmecken könnte. So fand z.B. Lebkuchen schon im Mittelalter grosse Beliebtheit, auch ausserhalb der Klostermauern. Nach und nach wurden die Handelswege stärker erschlossen, die exotischen Gewürze erschwinglicher und so konnten sich immer mehr Leute feine Sachen mit exotischen Düften – vor allem während der Adventszeit – leisten.

Die Herkunft

Die Gewürze waren vor allem so teuer, weil sie eine sehr weite Reise hinter sich hatten, bis sie endlich in Europa ankamen. Nelken, Kardamom, Sternanis, Muskatnuss und Zimt stammen ursprünglich aus Indonesien. Als erste brachten Venezianer und Genuesen diese Gewürze nach Europa und organisierten von ihren Heimathäfen aus, den Handel in den Norden. Schweizer Säumer transportierten die Gewürze über die Alpen, so gelangten die exotischen Ingredienzen auch in die Eidgenossenschaft. Die Tradition der Herstellung von Lebkuchengebäck konnte dadurch entstehen, wie z.B. von verschiedenen Läckerli oder Biberfladen in der Ostschweiz. Später übernahmen die Portugiesen den Gewürzhandel, die Holländer und Engländer mischten sich in das lukrative Geschäft ein und kämpften hart um die begehrten Kolonien in Indonesien. Heutzutage werden viele Gewür- ze weltweit angepflanzt und somit wird ihre Erschwinglichkeit in jedem Haushalt gewährleistet.

Heisse Schoggi mit Muskatnuss und Zimt

  • 0,5 dl Milch oder pflanzliche Milch
  • 30–40 g Kakaopulver
  • Zimt
  • Muskatnuss
  • Zucker nach Belieben

Milch erwärmen, Zutaten unterrühren. Nach Belieben mit Rahmhaube toppen und Kakaopulver bestäuben.

Arabischer Kaffee mit Kardamom

Pro Tasse:

  • 1 Löffel frisch gemahlener Kaffee
  • 1 Kardamom-Samen, gequetscht
  • 1 dl Wasser
  • Zucker nach Belieben

Alles zusammen aufkochen, kurz neben dem Herd stehen lassen. Vorgang zweimal wiederholen. Wer Kaffeesatz nicht in der Tasse mag, absieben.

Glühwein mit Lebkuchengewürzen

  • 0,5 dl Rotwein oder Traubensaft
  • Rohzucker
  • ungespritzte Orange, in Scheiben
  • 1 Zimtstange
  • 2–3 Nelken
  • 1–2 Sternanis
  • 2–3 Kardamom-Samen
  • 1 Prise Muskatnuss

Alle Zutaten kurz aufkochen, 15 min ziehen lassen. Absieben und mit Orangenschalen garnieren.

Durch ihren Ursprung haben viele Gewürze eine Verbindung zu Weihnachten und vor allem natürlich zu Lebkuchen. In ihren Herkunftsländern werden sie aber das ganze Jahr und vor allem auch in salzigen Gerichten gegessen. Wir stellen hier die wichtigsten Zutaten des klassischen Lebkuchengewürzes vor, vielleicht inspiriert die Beschreibung der Gewürze zum Ausprobieren in bisher ungewohnten Gerichten? Zum Start finden Sie im SPAR Kundenmagazin Rezepte, welche exotische Gewürze enthalten.

Die Blütenknospen des Gewürznelkenbaums ergeben dieses vielseitige Gewürz, man kann sie ganz oder gemahlen verwenden. Auch Nelken haben ihre Herkunft auf den Gewürzinseln in Indonesien, aber werden mittlerweile weltweit angebaut. Nelken schmecken nicht nur sehr gut, ihnen wird auch Heilkraft zugesprochen: So fördern sie die Verdauung, was sie zu einer beliebten Beigabe von Kohlgerichten, Sauerkraut oder deftigen, fettigen Fleischgerichten macht. Und die getrockneten Blütenknospen im Mund zu zerkauen, soll gegen Mundgeruch sehr dienlich sein, z.B. um üppigen Knoblauchgenuss zu verdecken.

Zimt wird aus der Rinde des Zimtbaumes gewonnen und ist eines der ältesten verwendeten Gewürze. Gewonnen wird Zimt heute vor allem in Indonesien, Vietnam, China und Sri Lanka. Verwendung findet Zimt in unseren Breitengraden vor allem in heissen Getränken und Gebäck. Aber in asiatischen und arabischen Ländern findet das Gewürz auch Verwendung in Fleischgerichten.

Der Muskatnussbaum wuchs bei seiner Entdeckung nur auf wenigen indonesischen Inselgruppen. Das Gewürz war daher sehr rar, die Inselgruppen waren bei den Kolonialisten sehr begehrt und entsprechend hart umkämpft. Heute wird der Muskatnussbaum in Asien, Afrika und auch in Südamerika kultiviert. Muskatnuss findet eine breite Verwendung in unserer Alltagsküche: nicht nur in süssem Gebäck, sondern auch zu Kartoffelspeisen, Gemüse oder Fleischgerichten passt der herbe Geschmack hervorragend.

Die Pflanze, welche uns dieses Gewürz beschert, hat ihren Ursprung in Indien. Geerntet werden die Samen; getrocknet, geschält und gemahlen ergeben sie das Gewürz. Entsprechend seiner Herkunft ist Kardamom ein wichtiger Bestandteil der indischen Küche, z.b. in Curry-Mischungen für Masalas oder im auch bei uns beliebten Chai-Tee. Kardamom schmeckt pfeffrig-würzig, der Duft ist sehr flüchtig, so dass am besten ganze Samen gekauft werden und erst kurz vor Verwendung geschält und gemahlen werden.

Als immergrüner Baum wächst Sternanis in Südostasien und China. Die sternförmigen Früchte werden grün geerntet und dann getrocknet. Sternanis schmeckt zwar ähnlich nach Lakritz, wie Anis, wird aber einer anderen Pflanzengattung zugeordnet und der Geschmack ist dominanter und schärfer. Sternanis ist ein Bestandteil von Lebkuchengewürz, in China gehört er in das bekannte Fünf-Gewürz- Pulver, mit welchem gerne Fleisch gewürzt wird.

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