Grillieren macht alle an!

Früher bedeutete Grillieren vor allem eins: Grosse Fleischstücke werden über dem Feuer geröstet. Ganz so wie in der Steinzeit, als das erlegte Mammut für den Stamm zubereitet wurde. Man kann es einerseits charmant finden, dass sich solch archaische Traditionen bis in unsere Zeit erhalten haben. Oder sich freuen, dass Grillieren einen oder zwei (Fort-)Schritte gemacht hat und mittlerweile ein kulinarisches Vergnügen für alle geworden ist. Sogar für Vegetarier und Veganer.

Das kleine 1×1 des Grillierens

  • Beim Grillieren sollte nur eines eiskalt sein – das Bier. Das Grillfleisch hingegen nicht. Nehmen Sie es am besten eine Stunde vor dem Grillieren aus dem Kühlschrank. Fisch und Poulet sollten bis kurz vor dem Grillieren im Kühlschrank bleiben. So richtig heiss hingegen muss der Grillrost sein, bevor Sie das Grillgut drauflegen.

  • Durch dick & dünn Dünne Fleischstücke sollten Sie bei höherer Hitze nur kurz grillieren. Dicke Stücke auf niedrigerer Stufe, dafür aber länger.

  • Machen Sie den Test mit dem Fingerdruck. Je fester sich das Fleisch anfühlt, desto fortgeschrittener ist die Garzeit.

  • Damit nicht zu viel von den guten Sachen übrig bleibt, können Sie sich an dieser Faustregel orientieren. Pro Person rechnet man ca. 250 bis 300 g Fleisch (ohne Knochen) oder 400 g Fisch (ganz), 150 g Brot und 150 g Salat.

  • Benutzen Sie für das Wenden immer eine Grillzange und weder eine spitze Gabel noch ein spitzes Messer. So bleibt der Saft im Fleisch und es trocknet nicht aus.

  • Würzen ist wichtig. Aber beim Grillgut sollten Sie vor dem Grillieren zurückhaltend würzen. Die Gewürze kommen sehr viel besser zur Geltung, wenn erst vor dem Servieren gewürzt wird.

  • Crevetten und Fleischbällchen gelingen am besten, wenn Sie auf Spiessen gebraten werden. Wenn Sie Holzspiesse verwenden, legen Sie diese vor Gebrauch eine Stunde ins Wasser, so verbrennen sie nicht.

  • Nach dem Grillieren lassen Sie das Fleisch am besten noch ein paar Minuten ruhen. So kann sich der Saft schön verteilen und das Fleisch ist wunderbar zart.

  • Nicht nur Fleisch, Fisch und Würste machen sich gut auf dem Rost. Grillieren Sie auch mal Grillkäse oder Tofu, Gemüse und zum Dessert Früchte wie z. B. Ananas.

Ein Grilltag im Wald

Wenn die Temperaturen steigen, geht’s an die frische Luft – zum Wandern, zum Relaxen und vor allem zum Grillieren. Aber es muss ja nicht immer zu Hause sein. Eine willkommene Abwechslung zum modernen Grill auf der Terrasse ist der romantische Grillplatz im Wald. Aber was gilt es, zu beachten, dass der Ausflug in die Natur ein gelungenes Grillerlebnis wird?

Die richtige Vorbereitung

Um die freudige Stimmung im Wald nicht zu verderben, lohnt sich Planung am Tag davor. Dazu gehört vor allem ein Blick auf die Wetterprognosen und die Wahl der geeigneten Grillstelle: Gibt’s dort einen Grillrost? Verfügt der Platz über Tisch und Sitzgelegenheiten? Und wie sieht es vor Ort mit trockenem Holz aus? Andernfalls lohnt es sich, die entsprechende Ausrüstung und geeignete Materialien mitzunehmen. Dies gilt insbesondere für das trockene Holz! Aber dies brennt natürlich nur, wenn auch ein Feuerzeug oder Streichhölzer dabei sind. Als Starthilfe fürs Feuer empfehlen sich auch Anzündhilfen wie getrocknete Tannzapfen – sie brennen gut, sind umweltfreundlich und riechen angenehm. Für den Transport und die Lagerung der frischen Lebensmittel braucht es eine Kühlbox mit Kühlelementen, um das Grillgut vor dem Verzehr zu schneiden ein Schneidebrett und ein scharfes Messer ins Gepäck und zur Reinigung des Grillrosts eine kleine Grillbürste. Soweit die Grundausrüstung.

Fleisch, Wurst und mehr

Vielfalt macht Appetit: Beim Fleisch empfiehlt sich eine Auswahl von mehreren portionierten Fleischsorten: Pouletbrust mit Haut gewürzt, mariniertes Schweinssteak, gemischte Fleischspiessli, Spareribs, Lammnierstück, ein feines Rindssteak oder ein Weiderind-Entrecôte. Und auch eine leckere St.Galler Olma-Bratwurst, ein Cervelat oder eine Schweinsbratwurst sollte nicht fehlen. Als Beilagen eignen sich Maiskolben (ebenfalls vom Grill), frische Tomaten mit Burato, Pommes Chips, frisches Brot, Gemüsespiesse und Folienkartoffeln. Feine Meat & More Kräuterbutter-Rosetten und Grillsaucen runden das Grillerlebnis perfekt ab.

Jetzt wird’s heiss!

Noch bevor das Feuer entzündet wird, sollte die Grillstelle gereinigt werden, indem die Asche und allfällige Rückstände der «Vorgriller» im Feuerbereich entfernt werden. Das Grillgut sollte keinesfalls direkt aus der Kühlbox auf den Grill gelegt werden. Idealerweise hat das Fleisch Zimmertemperatur und sollte darum frühzeitig aus der Kühlbox genommen werden. Wenn das Feuer bzw. die Glut dann schön heiss ist, kann’s losgehen: Das trockene Holz mit etwas Zeitung und der Anzündhilfe entfachen und den Grillrost erst über die Flammen schwenken, wenn das Feuer etwas gewachsen und bereits etwas Hitze entstanden ist. Dies heizt den Grillrost vor und reinigt ihn auch gleich noch. Die zusätzliche Reinigung mit der Grillbürste ist je nach Zustand des Rostes zu empfehlen. Kleiner Pro-Tipp zwischendurch: Ein kleiner Grillrost aus Chromstahl selber mitbringen und über den vorhandenen Rost legen ist sicher hygienischer.

So wird gegrillt

Um das Fleisch nicht zu verbrennen, sollte es im Minutentakt gewendet werden – insbesondere Steaks mit Rippenknochen. Anders ist es bei den Würsten: zweimal wenden reicht völlig. Das Wichtigste vorab: Das Grillgut sollte nicht direkt über die offene Flamme, sondern über die Glut gelegt werden. Wenn diese eine weisse Ascheschicht aufweist, ist die Hitze am grössten. Sobald das Fleisch die gewünschte Garstufe erreicht hat (Poulet ganz durch, Schweinefleisch durch, Lamm, Rind und Kalbfleisch je nach Belieben von bleu bis bien cuit), sollte es auf dem mitgebrachten Schneidbrett einen Moment ruhen und erst dann portioniert werden. Guten Appetit und unvergessliche Grillmomente!

Checkliste Grilltag

  • Brennholz

  • Feuerzeug/Streichhölzer

  • Papier

  • Grillzange

  • Schneidebrett

  • scharfes Messer

  • Kühltasche/Kühlbox mit Kühlelement

  • Abfallsack

  • Fleisch

  • Gemüse

  • Salat

  • Getränke

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