Eis(bad)zeit

Wer liebt es nicht? An heissen Sommertagen gibt es nichts Schöneres als einen Sprung ins kühle Nass. Doch das Baden im Freien ist nicht nur etwas für die Sommermonate. Eisbaden erfreut sich immer grösserer Popularität - denn die Kälte ist gut für Geist und Körper.

Das Eisbaden, oder auch Winterbaden, hat in den kälteren Teilen der Welt wie Russland und Finnland eine lange Tradition und anscheinend schätzte auch Goethe das Baden bei tiefen Temperaturen. Mittlerweile gibt es auch in unseren Breitengraden mehr und mehr Menschen, die sich vor dem eiskalten Badespass nicht mehr scheuen. Der Holländer Wim Hof, auch «The Iceman» genannt, ist eine echte Koryphäe des Eisbadens und hat sogar seine eigene Methode, eine spezielle Atemtechnik, entwickelt. Doch wieso überwinden sich Leute, ins bis zu 0 Grad kalte Wasser zu steigen? Das Eisbaden beugt Krankheiten vor, hat positive psychische Effekte und hilft bei der Regeneration. Die Vorteile im Einzelnen:

Förderung des Immunsystems:
Beim Eisbaden vermehren sich die weissen Blutkörperchen in unserem Blut. Als «Immunpolizei» beugen sie Entzündungen im Körper vor.

Regulierung des Wärmehaushalts:
Durch den Kältereiz lernt der Körper, besser mit Temperaturwechseln umzugehen. So können auch «Gfrörli» ihre Kälteresistenz aufbauen.

Mentale Effekte:
Die frostige Abkühlung kann Angststörungen lindern, Panikattacken vorbeugen und sogar zu besserem Schlaf führen. Kalt macht glücklich: Beim Eisbaden werden Glückshormone freigesetzt, welche die Laune heben können.

Regeneration:
Vor allem Sportler*innen schwören auf Eisbäder, um Muskelkater vorzubeugen, ihre Regeneration zu beschleunigen und sogar ihre Leistung zu steigern.

Tipps für Einsteiger*innen

Vor dem ersten Bad im eiskalten Bergsee ist eine gute Vorbereitung zentral. Wechsel­ und Kaltduschen im Vorfeld gewöhnen den Körper an kalte Wassertemperaturen, und auch Kneipp-Baden hilft, den Sprung ins eiskalte Wasser vorzubereiten. Daneben ist das Befolgen der wichtigsten Regeln das A und O für ein gesundes Eisbadevergnügen:

  1. Achtung bei Herz­-Kreislauf­-Störungen: Bei Bluthochdruck oder Herzerkrankungen sollten Eisbäder vermieden werden. Der plötzliche Kälteschock kann in solchen Fällen der Gesundheit eher schaden, als sie zu fördern.
  2. Nie alleine: Eisbad­-Anfänger*innen sollten immer in Begleitung sein. Damit ist im Notfall für schnelle Hilfe gesorgt.
  3. Springen verboten: Nur langsam und ruhig ins kalte Wasser steigen und nicht untertauchen.
  4. Hände, Füsse und Kopf schützen: Es ist ratsam, die Hände mit Handschuhen und die Füsse mit Neoprenschuhen zu schützen. Denn diese Stellen kühlen am schnellsten aus. Ebenso empfiehlt sich das Tragen einer Mütze.
  5. Blick auf die Uhr: Pro Grad Wassertemperatur sollte nur eine Minute im Eisbad verbracht werden.

 

Nach dem Bad helfen langsame Aufwärmübungen, lauwarmer Tee und warme Kleidung dem Körper, sich langsam wieder aufzuwärmen. Von einer heissen Dusche raten Experten dagegen ab. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Sprung ins kalte Wasser!

Die drei schönsten Eisbad-Destinationen der Schweiz

Eisbadi Arosa – Sauna und Baden

Im Untersee in Arosa entsteht die erste Eisbadi der Schweiz. Sicher Eisbaden in idyllischer Umgebung.
Poststrasse 181, 7050 Arosa
www.eisbadi.ch

Drei Weieren St. Gallen

Zwar ohne Eis, aber dennoch kalt: In den Weihern mit Blick über St. Gallen bis zum Bodensee lässt sich auch im Winter hervorragend baden.
Bitzistrasse 65, 9011 St. Gallen
www.st.gallen­bodensee.ch

Bains de la Gruyère

Mehr Wellness­-Feeling gibt es in der fribourgischen Badelandschaft. Im nordischen Pavillon finden sich Kaltwasserbad und verschiedene Saunas.
Gros­Plan 30, 1637 Charmey
www.bainsdelagruyere.ch

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